Thema: Islamismus


2013

  • Salafist soll hinter Bonner Bahnhofsbombe stecken. DNA-Spur führt zu Markus G., der auch einen Mord an einem rechten Politiker geplant haben soll (taz, Mai 2013)

  • Die Spirale des Hasses. Die Polizei findet bei Salafisten eine Liste mit neun Namen von Funktionären der rechtsextremen Partei "Pro NRW", eine Pistole und Chemikalien. Islamfeinde und Islamisten bekriegen sich seit Monaten (taz, März 2013)

  • KOMMENTAR: Auch zum Mord bereit. Ja, bei „Pro NRW“ handelt es sich um rassistische Brandstifter. Das ändert nichts daran, dass der Staat auch sie schützen muss. Was er auch getan hat (taz online, März 2013)

  • Geplanter Mordanschlag. Salafisten wollten offenbar den Chef der rechtsextremen Partei "Pro NRW" töten. Bundesweite Razzien bei Islamisten (taz, März 2013)

  • Hausbesuch bei den Fanatikern. Sie kämpften für die Scharia unter dem Deckmantel von Jugendarbeit: Am Mittwoch wurden mehrere Razzien bei verbotenen Salafisten-Vereinen durchgeführt (taz online, März 2013)


2012

  • Polizei macht Peace mit Salafisten. Anders als befürchtet, kam es in Köln nicht zu Ausschreitungen von Islamisten (taz, Mai 2012)

  • Nächste Straßenschlacht droht. Beim Konflikt zwischen Islamhassern und Islamisten will die Landesregierung hart durchgreifen. Mordermittlungen gegen Messerstecher (taz, Mai 2012)

  • Geplante Aggression im Namen Gottes. Salafisten reagieren auf gezielte Provokation durch die rechte Splittergruppe "Pro NRW" mit brutaler Gewalt. 29 PolizistInnen werden verletzt, mehr als hundert Demonstranten zeitweise festgenommen (taz, Mai 2012)


2011

  • "Das sind Allahs Gesetze." In Köln wird erstmals der Kopf einer Salafistengruppe aufgrund von Internetvideos verklagt (taz, September 2011)


2010

  • Die netten Herren von Milli Görüs. Sie galten als Reformer der vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation IGMG - bis der Innenminister einen anderen Verein wegen Spenden an die Hamas verbot. Jetzt fragen sich Politik und Islamexperten: Wie umgehen mit Milli Görüs? (taz, Juli 2010)

  • Schlichtes Weltbild. Necmettin Erbakan, Gründer von Milli Görüs, ruft in Duisburg die Massen zusammen und wettert gegen den Westen. Dafür wird er von seinen Anhängern verehrt (taz, April 2010)

  • Das Gespenst von einem zweiten 11. September. Gericht verurteilt verhinderte Attentäter wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (taz, März 2010)

  • Die verhinderten Dschihadisten. Die vier Angeklagten waren gläubig, fanatisch, dilettantisch. Dafür umfassend geständig. Geht die Strategie der Verteidigung auf? (taz, März 2010)

  • Fast-Attentäter bitten um Milde. Die Verteidiger der "Sauerland-Gruppe" fordern für den jüngsten Angeklagten weniger als zehn Jahre Haft. Die Bundesanwaltschaft will ihn für 13 Jahre hinter Gitter bringen (taz, Februar 2010)

  • Hohe Strafen für verhinderte Attentäter gefordert. Bundesanwaltschaft verlangt 5,5 bis 13 Jahre Haft für vier Mitglieder der "Sauerland-Gruppe" (taz, Februar 2010)

  • Unbändiger Hass. Der Prozess um die vier angeklagten Dschihadisten der Sauerland-Gruppe nähert sich dem Ende. Die Beschuldigten haben umfangreiche Geständnisse abgelegt (taz, Februar 2010)


2009

  • Mutmaßlicher IJU-Unterstützer gefasst (taz, August 2009)

  • Terror-Verdächtiger bereut Anschlagsplan. Zum ersten Mal distanziert sich ein Angeklagter von den Terrorplänen in Ramstein und Kaiserslautern und bezeichnet sie als "einen falschen Weg". Er sei froh über die Festnahme (taz, August 2009)

  • Einfach in den Jihad. Haarklein beschreiben Fritz Martin Gelowicz und seine Mitstreiter, wie sie dazu kamen, Anschläge zu planen. Vieles erinnert an die kruden "Antiimperialistischen Zellen" (Jungle World, August 2009)

  • Redseliger Rädelsführer. Fritz Gelowicz, der Chef der Sauerland-Gruppe, legt ein Geständnis ab. Er sagt über das Ziel der Gruppe: "Hauptziel sollten amerikanische Soldaten in Deutschland sein" (taz, August 2009)

  • Sauerland-Gruppe lässt Bombe platzen. Die mutmaßlichen Attentatsplaner machen ihre Ankündigung wahr und legen umfassende Geständnisse ab. Das Bundeskriminalamt vernimmt die vier Männer im Gefängnis (taz, Juni 2009)

  • Prozess endet ohne viel Terror. Alle vier Angeklagten im Sauerland-Prozess wollen plötzlich Geständnisse ablegen. Einer der Gründe: Langeweile (taz, Juni 2009)


2008

  • Lebenslang für den Gescheiterten. Der 24-jährige "Kofferbomber" Youssef El Haj Dib wird in Düsseldorf wegen vielfachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt (taz, Dezember 2008)

  • KOMMENTAR: Kein Indiz für Tötungshemmung. Das Urteil gegen den "Kofferbomber" ist hart, aber gerechtfertigt (taz, Dezember 2008)

  • Wie man eine Bombe baut. Die Ökopartei will Routiniers in den Bundestag schicken: Auf dem Landesparteitag wählen die Delegierten Bärbel Höhn und Volker Beck auf die ersten Listenplätze. Parteikritiker und Attac-Mitglied Robert Zion hat keine Chance (taz, Dezember 2008)

  • Wie man eine Bombe baut. Der mutmaßliche Kofferbomber von Köln beteuerte auf der Anklagebank, es sei nie seine Absicht gewesen, zu töten (taz, Dezember 2008)

  • Anwalt: Kofferbombe war Fake. Im sogenannten Kofferbomber-Prozess fordert die Verteidigung einen Freispruch. Der Angeklagte habe eine untaugliche Bombe als "Warnzeichen" in einem Zug platziert (taz, November 2008)

  • Anklage: Kölner Kofferbomber wollten töten. Staatsanwältin fordert lebenslänglich für den Libanesen, der 2006 in Zügen Bomben platziert haben soll (taz, Oktober 2008)

  • Haft für Kölner Terrorverdächtige. Die in einem Flugzeug festgenommenen Männer haben "in naher Zukunft" einen Anschlag geplant, so der Staatsanwalt. Der Verfassungsschutz soll ihre Gruppe islamischer Fanatiker beobachtet haben (taz, September 2008)

  • Ziel Pakistan? Die Polizei hat auf dem Flughafen Köln/Bonn einen 23-jährigen Somalier und einen in Somalia geborenen 24-jährigen Deutschen festgenommen. Sie stünden im Verdacht, sich am "Dschihad" beteiligen zu wollen. In ihren Wohnungen fand man Abschiedsbriefe (taz, September 2008)


2007

  • Schon verurteilt. Zwei Libanesen sind in ihrer Heimat wegen der gescheiterten Zuganschläge zu Haftstrafen verurteilt worden. Dschihad Hamad erhielt zwölf Jahre, Youssef Mohamed El Haj Dib lebenslang - in Abwesenheit: Er steht vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht (taz, Dezember 2007)

  • Der große Lauschangriff des Richters. Mehrjährige Haftstrafen bekamen die Angeklagten des Al-Qaida-Prozesses in Düsseldorf. Die Urteile beruhen auf Beweisen, die durch Überwachungstechnik gewonnen wurden. Der Vorsitzende Richter kritisiert das entsprechende Gesetz als zu lasch (taz, Dezember 2007)

  • Der vierte Mann. In der vorigen Woche wurde in der Türkei ein viertes mutmaßliches Mitglied der islamistischen Terrorgruppe verhaftet, die verheerende Bombenanschläge in Deutschland geplant haben soll (Jungle World, November 2007)

  • Um Ulm und Neu-Ulm herum. Bei Fritz G., Daniel S. und Adem Y., die Sprengstoffanschläge geplant haben sollen, dürfte es sich um überzeugte Islamisten handeln (Jungle World, September 2007)


2006

  • Neuer Verdächtiger. Bei Polizeigroßeinsatz in einem Konstanzer Studentenheim wurde gestern ein weiterer Verdächtiger im Zusammenhang mit den geplanten Kofferbombenattentaten vorläufig festgenommen (taz, August 2006)

  • Gesucht wird ein Terrornetzwerk. Das Kölner Studentenwohnheim von Dschihad H. ist von Polizei und Journalisten umlagert (taz, August 2006) 

  • Nichts Genaues weiß man nicht. Welche Kontakte hatten die mutmaßlichen Kofferbomber in NRW? Die Ermittler tappen im Dunkeln. Polizeigewerkschaft fordert mehr Migranten-Fahnder (taz nrw, August 2006)

  • Das dubiose Umfeld von Dschihad H. Die verbotene Islamistenvereinigung "Hizb ut-Tahrir al-Islami" soll in NRW ihr Zentrum haben (taz nrw, August 2006)

  • Flugsteuerhilfe fürs iranische Militär. Zwei Düsseldorfer belieferten Teheran mit GPS-Systemen. Iran kann nun mit deutscher Technik Drohnen lenken (taz, August 2006)

  • Hisbollah-Fans am Dom. In Köln demonstrieren 250 Menschen mit fragwürdigen Thesen gegen den Libanonkrieg. Darunter auch Jamal Karsli, Ex-Grüner und Ex-FDPler. "Wenn es um Freiheit geht, sind wir alle Hisbollah." (taz nrw, August 2006)

  • Eine Versicherung für al-Qaida. Seit gestern stehen drei Männer arabischer Herkunft in Düsseldorf vor Gericht: Sie sollen Lebensversicherungen abgeschlossen haben, deren Auszahlungen al-Qaida zugute kommen sollten. Die Angeklagten schweigen bisher zu allen Vorwürfen (taz, Mai 2006)

  • Faschistische "Wölfe" kapern Unterricht. Ein Türkischlehrer aus Köln ruft um Hilfe. Türkisch-nationalistisch eingestellte Schüler provozieren im Unterricht mit antisemitischen Fragen. Die Lehrergewerkschaft berichtet von ähnlichen Fällen: Lehrer werden bedroht und angegriffen (taz, April 2006)

  • Muslime gemeinsam gegen Gewalt. In einem bislang einzigartigen Schulterschluss zeigen sich die Verbände bestürzt über die Eskalation des Karikaturenstreits. Gleichzeitig warnen sie vor einer Stigmatisierung von Muslimen und verurteilen den umstrittenen Einbürgerungstest (taz, Februar 2006)

  • Islamismus verliert Schüler (taz nrw, Januar 2006)


2005

  • Tumult im Düsseldorfer Sicherheitstrakt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilt drei Palästinenser zu Haftstrafen zwischen sechs und acht Jahren wegen Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe. Doch ein Angeklagter geht erst mal nicht ins Gefängnis, sondern stürmt aus dem Saal (taz, Oktober 2005)

  • Göttliche Strafe für Islamkritiker erbeten. Im islamistischen Internetportal Muslim-Markt wurde dafür gebetet, dass der Islamkritiker Hans-Peter Raddatz von Allah bestraft werden möge, falls er ein Lügner sei. Die Staatsanwaltschaft sieht einen Verdacht auf Aufruf zu Straftaten (taz, Oktober 2005)

  • Hohe Haftstrafen für Islamisten gefordert. Bundesanwaltschaft hält Terrorpläne der deutschen Al-Tawhid-Zelle für "in vollem Umfang bestätigt". Jüdische Einrichtungen in Berlin und Düsseldorf sollten getroffen werden. 60 Zeugen an 130 Verhandlungstagen angehört. Kronzeuge umstritten (taz, September 2005)

  • Schily räumt Redaktion. Innenminister verbietet mutmaßlich islamistische Vereine und einen kurdischen Verlag. Kritik von Journalisten (taz, September 2005)


2004

  • König-Fahd-Akademie wird per Gericht geschrumpft. Die Stadt Bonn erteilt seit Oktober 2003 so gut wie keine Ausnahmegenehmigungen mehr für den Besuch der Schule. In drei Fällen bestätigte das Oberverwaltungsgericht Münster deren Aufhebung. Eltern demonstrieren für die Schule, die wegen ihrer Nähe zum Islamismus umstritten ist (taz köln, Juni 2004)

  • Ein Kaplan zu viel in Köln. Die Bundesregierung, die Opposition und die öffentliche Meinung sind sich einig, dass Metin Kaplan abgeschoben werden soll. Wie auch immer die Gerichte entscheiden (Jungle World, Juni 2004)

  • Monate für Kaplan. Metin Kaplan wird laut Innenminister Behrens ein paar Monate bleiben - bis zum Ende des Gerichtsverfahrens (taz köln, Juni 2004)

  • "Wir sind auf dem Weg nach Guantánamo", sagt Gerhart Baum. Eine Lex Kaplan wäre populistisch und gefährlich - rechtstaatliche Regeln gelten auch für die Gegner der Verfassung (taz, Juni 2004)

  • Köln gegen Kaplan. Der "Kalif von Köln", Metin Kaplan, soll so schnell wie möglich abgeschoben werden: Stadt legt Beschwerde ein (taz köln, Juni 2004)

  • CDU fordert Kaplan-Konsequenzen. Der CDU Landeschef Jürgen Rüttgers benutzt den "Kalifen von Köln", um schärfere Gesetze zu fordern (taz köln, Juni 2004)

  • Liberale auf der rechten Spur. Nordrhein-Westfalens FDP fordert weiter Konsequenzen aus dem Fall Kaplan: "Innenminister Fritz Behrens ist und bleibt ein Sicherheitsrisiko." Grüne kritisieren "Abschiebepolitik mit der Brechstange" (taz köln, Juni 2004)

  • KOMMENTAR: Die Einigkeit lässt frösteln. Der "Fall Kaplan" (taz köln, Juni 2004)

  • Kalif ist doch ein kölsche Jong. Metin Kaplan befindet sich nach Auskunft seiner Anwältin in Köln. Am Dienstag will sich Kaplan wieder bei der Polizei melden. Mit seinem Verschwinden hat der Kalif seine Blitzabschiebung verhindert. Anwältin setzt auf lange Revisionsfristen (taz, Mai 2004)

  • "Schlüssel beim Nachbarn..." Der Kalif von Köln hat einen kleinen weißen Zettel an seiner Wohnungstür hinterlassen - für die Polizei. Wo Metin Kaplan steckt, steht aber nicht drauf (taz, Mai 2004)

  • Kalif lief, Polizei schlief. Festnahme von Metin Kaplan, dem "Kalifen von Köln", scheitert. Der Islamistenanführer ist untergetaucht. Jetzt werden Verantwortliche gesucht. Frankreichs Kalifatschef abgeschoben (taz, Mai 2004)

  • Kalif darf Köln verlassen. Der islamistische Extremist Metin Kaplan kann in die Türkei abgeschoben werden. Gericht sieht keine rechtlichen Hindernisse für Abschiebung. Revision zugelassen (taz, Mai 2004)

  • Unbedingter Gehorsam stört Ministerin. In der König-Fahd-Akademie in Bonn vermitteln die Schulbücher immer noch eine "fundamentalistische Weltsicht", sagt NRW-Schulministerin Ute Schäfer (SPD). Sie will jetzt Genehmigungen für den Besuch der Schule zurücknehmen (taz köln, Mai 2004)

  • Kein Kopftuch auf der Richterbank. Der Kölner Richterrat sieht durch eine muslimische Referendarin, die auf ihrem Kopftuch besteht, die Neutralität des Gerichts gefährdet. Seine Empfehlung ist aber nicht bindend (taz köln, Mai 2004)

  • Abzocke im Namen Allahs. Tausende gläubige Muslime wollten islamisch-korrekt bei der Yimpas-Holding Geld anlegen. Dabei verloren viele türkischstämmige Kölner ihre Ersparnisse. An wen und warum zeigt eine WDR-Doku (taz köln, Mai 2004)

  • Zukunft Kaplans unklar. Gericht bestätigt Ausweisungsverfügung gegen Islamistenführer. Zeitpunkt einer Abschiebung bleibt aber ungewiss. Entscheidung fällt in der nächsten Woche (taz, Mai 2004)

  • Muslim sucht neue Stelle. Mitgründer des islamistischen Internet-Portals "Muslim-Markt" sieht Uni-Job gefährdet (taz, März 2004)

  • KOMMENTAR: Grenzen der Wahrheitsfindung. Der Freispruch Mzoudis ist richtig - aber unbefriedigend (taz, Februar 2004)

  • Nicht nur gegen die Kälte. Über 3.000 Musliminnen und Muslime demonstrieren am Kölner Dom für das Recht von Frauen islamischen Glaubens, jederzeit Kopftuch zu tragen. Dies sei keineswegs "Symbol der Unterdrückung" (taz köln, Januar 2004)

  • KOMMENTAR: Kein Symbol für Emanzipation (taz köln, Januar 2004)


2003

  • Zeitschriftenleser unter Verdacht. Polizisten durchsuchten 1.000 Wohnungen von Beziehern einer islamistischen Zeitschrift von Anhängern des verbotenen "Kalifatsstaats". Bundesanwalt ermittelt gegen vier Männer. Handfeuerwaffen gefunden. Metin Kaplan wurde verhört (taz, Dezember 2003)

  • Letzte Chance für König Fahd. Ein Neuanfang sieht anders aus: Die Bezirksregierung Köln und Saudi-Arabiens Botschaft einigen sich auf einen Kompromiss für die Fahd-Akademie (taz, Oktober 2003)

  • Schulen dürfen nicht abschotten. Kommentar zur Nicht-Schließung der Fahd-Akademie (taz, Oktober 2003)

  • Saudische Schule vor dem Aus. Die Kölner Bezirksregierung plant offenbar, die König-Fahd-Akademie in Bonn wegen islamistischer Tendenzen zu schließen. Das Bundesinnenministerium unterstützt den harten Kurs. Offen ist bisher die Zukunft des Berliner Ablegers der Akademie (taz, Oktober 2003)

  • Saudische Schule vor der Schließung. Trotz der Entlassung eines Islamlehrers wollen Politiker die umstrittene Fahd-Akademie in Bonn dichtmachen (taz, Oktober 2003)


2002

  • Schilys letzter Schlag vor der Wahl. Groß angelegte Polizeiaktion gegen Islamisten in fünf Bundesländern. Bundesinnenminister verbietet weitere mutmaßliche Teilorganisationen des "Kalifatsstaats" und weist Kritik seines Rivalen Beckstein zurück. Zeitpunkt sei nicht absichtlich gewählt (taz, September 2002)

  • Wir kriegen sie fast alle. In Heidelberg wurde in der vorigen Woche offenbar ein Anschlag islamistischer Terroristen vereitelt. Ansonsten sind die deutschen Fahndungserfolge dürftig (Jungle World, September 2002)

  • Wahn braucht keine Organisation. Kommentar zu den Festnahmen in Heidelberg (taz, September 2002)

  • Im Nebel des Djihad. Ob es wirklich eine Terrorgruppe al-Tawhid gibt, ist auch nach den Festnahmen der vergangenen Woche unklar (Jungle World, April 2002)

  • Keine konkreten Pläne für einen Anschlag. Neun Islamisten in Haft. Aber Generalbundesanwalt muss einräumen: Ziele in Deutschland hatten sie nicht im Visier (taz, April 2002)

  • Nichts Genaues weiß Nehm nicht. Generalbundesanwalt Kay Nehm kann auch nach der Festnahme von 13 Terrorverdächtigen keine Hinweise vorlegen, dass es konkrete Pläne für einen Anschlag in Deutschland gab. Wer sich hinter der Gruppe al-Tawhid verbirgt, bleibt weiter unklar (taz, April 2002)

  • Die deutsche Filiale der Islamisten. Die ausgehobene al-Tawhid-Zelle soll logistisch in ein internationales konspiratives Netz eingebunden sein - vermutet der Generalbundesanwalt (taz, April 2002)


2001

  • Schily sieht alles. Der islamistische Kalifatsstaat von Metin Kaplan ist verboten worden (Jungle World, Dezember 2001)

  • Schlag am Morgen. Hilfsverein für iranische Flüchtlingskinder durchsucht. Verdacht: Sozialhilfe für politische Zwecke verwendet (taz, Dezember 2001)

  • Kalif ohne Kalifat. Innenminister Otto Schily verbietet die islamistische Organisation Kalifatsstaat. Bundesweite Durchsuchungen. Kalif soll ausgewiesen werden. Türkische Regierung begrüßt das Verbot (taz, Dezember 2001)

  • "Das werdet ihr bezahlen!" Ratlos, zornig, aber ohne Gegenwehr: wie die Anhänger des "Kalifen von Köln" die Auflösung ihres Staates erleben (taz, Dezember 2001)

  • Verbot rückt näher. In NRW wird das Verbotsverfahren gegen die Vereinigung von Kaplan vorbereitet (taz, Dezember 2001)

  • Kaplan will im Knast bleiben. "Kalif von Köln" zieht Einwilligung zu Haftprüfungsverfahren zurück: Das Gefängnis zieht er einer Abschiebung in die Türkei vor. Dort ist er wegen Hochverrats angeklagt (taz, November 2001)

  • Bin Laden über den Weg gelaufen. Delegation des radikalislamischen "Kalifatstaats" hat Talibanführer 1996 in Afghanistan "zufällig" getroffen (taz, November 2001)

  • Wer Deutscher ist, darf bleiben. Auch mit dem "Sicherheitspaket II" zur Terrorprävention der Bundesregierung können islamistische Extremisten nicht generell ausgewiesen werden (taz, November 2001)

  • Kaplan soll abgeschoben werden. Das hatte die CSU zur Bedingung ihrer Zustimmung zum Sicherheitspaket II gemacht. Voraussetzung: Die Türkei soll "verbindlich" zusichern, dass weder Folter noch Todesstrafe droht. Kaplans Schwippschwager wieder auf freiem Fuß (taz, November 2001)

  • Schläfer des Kaplans. In der vorvergangenen Woche wurde ein Mitglied des Kölner "Kalifatstaates" verhaftet, das Utensilien für den Djihad mit sich führte (Jungle World, Oktober 2001)

  • "So dumm, das ist nicht vorstellbar." Anwalt des verhafteten Islamisten aus Köln bestreitet Terrorpläne. Schily will "Kalifatstaat" noch intensiver beobachten (taz, Oktober 2001)

  • Der Vertraute des "Kalifen". Verhafteter Islamist wollte mit ABC-Schutz nach Teheran. Sein Anführer Kaplan sitzt in Deutschland im Knast und hatte sich gerade vom Terrorismus distanziert - um vorzeitig entlassen zu werden (taz, Oktober 2001)

  • Glauben bewegt. Milli Görüs stellt sich als gemäßigte islamische Vereinigung dar. Doch die Verflechtungen mit dem radikalen Islamismus sind nicht zu übersehen (Jungle World, Oktober 2001)

  • Knotenpunkt Hamburg. Bei der Vorbereitung der Terroranschläge soll Mohammed Atta eine Schlüsselrolle gespielt haben (taz, September 2001)

  • "Muslime stehen leicht unter Generalverdacht." Mehmet Erbakan, Vorsitzender von Milli Görüs, der größten islamistischen Gruppe in Deutschland, über ein "Sicherheitsbündnis" mit dem Staat (taz, September 2001)

  • Noch keine Spur zu Bin Laden. Bundesanwaltschaft hat noch keine Hinweise, dass die drei vermutlichen Attentäter aus Deutschland im Auftrag des von den USA gesuchten Islamisten handelten (taz, September 2001)

  • Gemischte Reaktionen auf Schilys Islamistenverbot. Die vom Innenminister geplante Streichung des Religionsprivilegs im Vereinsgesetz löst Zweifel bei Grünen und PDS aus. Grüne warnen vor pauschaler Diskriminierung des Islam. Der CDU-Politiker Rupert Scholz unterstützt Schily und spricht von einer "vernünftigen Klarstellung" (taz, September 2001)

  • Schily plant Islamistenverbot. Innenminister will Vereinsgesetz ändern. Fundamentalistische Vereinigungen sollen sich nicht als Religionsgemeinschaft "tarnen" dürfen. Im Visier: antiisraelische Vorbeter islamischer Zentren (taz, September 2001)


2000


1999

  • Islamische Traditionen auf Deutsch. Duisburger Modellversuch: Um keine Schwierigkeiten mit islamistischen Gruppen zu bekommen, wird Islamkunde als eigenständiges Fach angeboten - auf Deutsch (taz, November 1999)

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