Thema: Glaubensfragen


2013

  • Zum Rapport beim Papst. Unter Katholiken wächst der Ärger über das Gebaren des Bischofs von Limburg. Inzwischen werden immer mehr Einzelheiten über sein großzügiges Verhältnis zum Geld und zur Wahrheit bekannt (taz, Oktober 2013)

  • Religionsprozess mit historischen Exkursen. Aus Solidarität mit der russischen Punkband Pussy Riot stürmten Aktivisten kürzlich den Kölner Dom, sprangen auf den Altar und entrollten ein Transparent. Die Aktion kostet: 30 Tagessätze à 5 Euro (taz, September 2013)

  • KOMMENTAR: Sicher wie das Amen. Kirchenrecht bleibt leider so, wie es schon immer war (taz, Juni 2013)

  • Regelungen von Anno 1803. Die Kirche erhält jährliche Zuwendungen vom Staat ohne jegliche Zweckbindung. Über einen Gesetzentwurf, diese Gelder einzustellen, wird nun abgestimmt (taz, Juni 2013)

  • Unkorrekte Kollekte. Der Staat zahlt den christlichen Glaubensgemeinschaften Hunderte Millionen Euro. Dieses Privileg sollte längst abgeschafft sein. Doch die Politik scheut den Konflikt (der Freitag, Juni 2013)

  • Geld und Grundgesetz. Die Linke will Staatsleistungen für Kirchen streichen (Jüdische Allgemeine, März 2013)

  • KOMMENTAR: Irgendwie, irgendwo, irgendwann. Über die staatliche Unterstützung der Kirchen (taz, März 2013)

  • Kirchen können weiter auf Milliarden-Zuschüsse zählen. Die Linkspartei will die hohen Zahlungen ablösen. Andere Parteien trauen sich kaum an das Thema (taz, März 2013)

  • Seit 45 Jahren: Das Kreuz mit der Pille. Papst Paul VI. begründete das Verbot der künstlichen Empfängnisverhütung. Doch es gibt seltsame Schlupflöcher (taz, Februar 2013)

  • Komplett an den Realitäten des Lebens vorbei. Der Kirche kommen ihre Schäfchen abhanden. Doch die Verantwortlichen sehen immer noch keinen Reformbedarf (taz, Februar 2013)

  • Katholische Klinik weist Vergewaltigungsopfer ab. Aus Angst vor Gesprächen über Abtreibung und die "Pille danach" lehnen Krankenhäuser einer Ordensgemeinschaft es ab, eine mutmaßlich vergewaltigte Frau bei ihnen zu untersuchen. Kölner Erzbistum: "Bedauerlicher Einzelfall" (taz, Januar 2013)


2012

  • Diskriminieren mit Gottes Segen. Ob Kitaleiterin oder Putzkraft: Wem es am rechten Glauben fehlt, fällt bei kirchlichen Arbeitgebern laut neuer Studie durch (taz, November 2012)

  • KOMMENTAR: Geht doch mal in die Moschee! Offene Moscheen am 3. Oktober sind ein ausbaufähiges Symbol (taz, Oktober 2012)

  • Das Islam-Experiment. Als erstes Bundesland führt Nordrhein-Westfalen bekenntnisorientierten Islamunterricht ein. Noch gibt es weder Lehrplan noch qualifiziertes Personal, trotzdem spricht Schulministerin Löhrmann von einem "Signal" (taz, August 2012)

  • KOMMENTAR: Lieber gar kein Bekenntnis (taz, August 2012)

  • Eingeschränkt religionsfrei. Ein Gericht in der Eifel verdonnert zwei Kinder zu Religionsunterricht. Es schränkt dafür das Sorgerecht der Mutter ein und missachtet noch dazu den Willen der Kinder (taz, Juli 2012)

  • Muslime fordern Beschneidungsgesetz. Migrantenorganisationen und Muslimverbände hoffen nach einem Urteil, das die Beschneidung von Jungen für strafbar erachtet, auf den Gesetzgeber - und erwägen in Karlsruhe zu klagen (taz, April 2012)

  • Endspurt beim Kölner Moschee-Bau. Nach heftigem Streit präsentieren Bauherr und Architekt der Kölner Moschee eine Einigung. Nun soll schon im Sommer der zentrale Teil des Baus eingeweiht werden, Architekt Böhm wird als Bauleiter abgelöst. Vermittelt hatte Exoberbürgermeister Schramma (taz, März 2012)


2011

  • Köln denkt, Ankara lenkt. Entwickelt sich die Riesenmoschee am Rhein zu einem Monument gescheiterter Integration? Der Eklat in Köln hat zu einer neuen Debatte über die Rolle des Verbandes Ditib geführt – auch unter Muslimen (Christ & Welt, November 2011)

  • KOMMENTAR: Köln oder Ankara? (taz, November 2011)

  • Vier Moscheekuppelschalen bilden ein Kreuz. Im Streit um den Moscheebau zu Köln wehrt sich der Architekt. Grund der Kostensteigerungen seien mehrmalige Umplanungen seitens der Ditib: Sie befürchtete christliche Symbolik im Kuppelbau (taz, November 2011)

  • Mit gutem Gewissen austreten. Das "Jahr des Kirchenaustritts" neigt sich seinem Ende zu. Religionskritische Verbände hatten mit dieser Kampagne das Finanzgebaren der Kirchen angeprangert (taz, November 2011)

  • Bauunternehmer sieht bei Ditib Willkür walten. Im Moscheebaustreit zu Köln unterstützt der Rohbauer den gekündigten Architekten Böhm (taz, November 2011)

  • Kölner Moscheestreit eskaliert. Die Politik reagiert irritiert auf den neuen, schroffen Kurs des wichtigsten Islamdachverbands Ditib. Längst geht es um mehr als einen Zoff über einen Moscheebau (taz, Oktober 2011)

  • Moschee droht Ruine zu werden. Der islamische Dachverband Ditib kündigt dem Architekten für den Bau der Zentralmoschee in Köln. Die Folge könnte ein jahrelanger Rechtsstreit sein (taz, Oktober 2011)


2009

  • Katholikenbanken unterhöhlen Papstdoktrin. Pax-Bank muss sich für Investments in Waffen und Verhütungsmittel entschuldigen (taz, August 2009)

  • Grundschüler beten wieder. Die Kinder im niederrheinischen Pesch dürfen ab Montag wieder täglich einen Vers des Theologen Dietrich Bonhoeffer aufsagen. Das konfessionslose Mädchen, das nicht mitbeten wollte, geht (taz, März 2009)

  • Aufregung ums Schulgebet. Eine konfessionslose Mutter sorgt in einem Dorf bei Korschenbroich für Streit: Sie hat dem allmorgendlichen Ritual in der Grundschulklasse ihrer Tochter ein Ende gemacht (NRZ, Februar 2009)

  • Die Exorzistin. Deutsche Politiker haben sich in der Debatte um den Holocaustleugner Richard Williamson zurückgehalten. Doch jetzt gibt es deutliche Worte - aus dem Kanzleramt: Angela Merkel fordert von Papst Joseph Ratzinger eine "eindeutige Klarstellung" (taz, Februar 2009)

  • Schwarz-Gelb streitet über Islamkunde. Gleichbehandlung oder Kotau? Die NRW-Landesregierung ist uneins darüber, ob die muslimischen Verbände bei der Besetzung des Münsteraner Lehrstuhls mitreden dürfen (taz, Januar 2009)


2008

  • Streit um Kirchenaustrittsgebühr. Zum Ärger von Vielen muss in zwölf Bundesländern derzeit für den Austritt aus der Kirche gezahlt werden. Jetzt wird der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eingeschaltet (taz, Dezember 2008)

  • Ein Sieg der Fundis. Warum der Islamforscher Muhammad Sven Kalisch muslimische Religionslehrer nicht mehr ausbilden darf (taz, September 2008)

  • Islam-Zentrum verliert Zuspruch. Muslimischen Verbänden ist der Lehrstuhl für Islam der Uni Münster zu liberal. Sie ziehen jegliche Zusammenarbeit mit Muhammad Sven Kalisch ab sofort zurück (taz, September 2008)

  • Religion soll privat bleiben. Die Kritische Islamkonferenz fordert, dass Einwanderer nicht hauptsächlich aufgrund ihrer Religion definiert werden. Dass Politiker mit Islamvertretern verhandeln, sei eine verdeckte Missionierung (taz, Juni 2008)

  • Eine Gemeinde im Schockzustand. Erzbistum Köln sucht in Bergisch Gladbach Opfer sexuellen Missbrauchs per Kanzel-Aufruf. Vorfälle vor über 30 Jahren (NRZ, April 2008)


2007

  • Vom Glauben abgefallen. Wer in NRW aus der Kirche austreten will, muss 30 Euro Gebühr zahlen. Das Land begründet dies mit einem anfallenden Verwaltungsaufwand. Ein Kölner Jurist hat jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht Beschwerde eingereicht (NRZ, Dezember 2007)

  • Unglaube noch gebührenpflichtig. 30 Euro muss ein Christ in Nordrhein-Westfalen zahlen, wenn er aus der Kirche austreten will. Ein Ex-Katholik legt gegen diese Praxis beim Verfassungsgericht Beschwerde ein (taz, Dezember 2007)

  • Der spannungsgeladene Dialog. Bei einem Podium zur Religionsfreiheit werfen Muslime der evangelischen Kirche Abgrenzung vor. Bischof Huber fordert mehr Selbstkritik von muslimischen Verbänden (taz, Juni 2007)

  • "Entweder Bruder in Christus oder Genosse im Antichrist." Über einen skurrilen Soldatengottesdienst im Kölner Dom (taz nrw, Januar 2007)

  • Schwarzer Stern über Köln. Fanatische Feldzüge gegen Abtreibung und Homosexualität oder das Verbot multireligiöser Schulgottesdienste in seinem Herrschaftsbereich: Kein deutscher Kleriker repräsentiert die dogmatische Rückwärtstheologie des Vatikans so sehr wie der Kölner Kardinal Joachim Meisner (73). Der "Gotteskrieger vom Rhein" gilt damit inzwischen als Vorbeter eines immer mächtiger werdenden rechten Flügels in der katholischen Kirche (taz nrw, Januar 2007)


2006

  • KOMMENTAR: Ein beklagenswerter Zynismus. Freigang für katholischen Spender (taz nrw, September 2006)

  • Das teure Kreuz mit der Kirche. Die schwarz-gelbe Landesregierung will künftig für den Kirchenaustritt eine Verwaltungsgebühr von 30 Euro verlangen. Dabei kosten sie diejenigen, die in der Kirche bleiben, viel mehr (taz nrw, März 2006)

  • Stunker weichgespült. Satire darf doch nicht alles, meint der WDR - und zensiert deshalb einen antiklerikalen Sketch der "Stunksitzung" (taz nrw, Februar 2006)


2005

  • Soldaten dürfen den Zapfen streichen. Oberverwaltungsgericht Münster lehnt die Beschwerde friedensbewegter Christen gegen den "Großen Zapfenstreich" der Bundeswehr vor dem Kölner Dom ab. Friedensgruppen rufen für heute zum Protest gegen das Militärspektakel auf (taz nrw, September 2005)

  • Rheinischer Sündenpfuhl. Nicht nur Meisner freut sich auf den "Weltjugendtag" (taz nrw, August 2005)

  • Klinger zeigt sich selbst an. Gegen Polizei-Vize Dieter Klinger wird wegen seiner islamophoben Sprüche ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Auf eigenen Wunsch, heißt es. Die Frage ist: Hat er dienstlich oder privat gehetzt? (taz köln, April 2005)

  • Polizeivize bereut Hetzrede. Mit einer islamophoben Rede begeisterte Kölns stellvertretender Polizeichef die Rechtsextremen. Nun bittet er um Vergebung, weil angeblich alles nicht so gemeint war (taz, April 2005)

  • Klinger fühlt sich missverstanden. Der Kölner Vize-Polizeichef bedauert, dass seine islamophoben Sprüche "ausländerfeindlich interpretiert wurden". Sein Chef muss nächste Woche beim NRW-Innenminister Stellung beziehen (taz köln, April 2005)

  • Kreuzzug für die eigene Ordnung. Kölns Vize-Polizeipräsident Dieter Klinger soll bei einem Vortrag in Norddeutschland "Islamophobie" geschürt haben. SPD-Abgeordnete Lale Akgün schaltet NRW-Innenminister ein. Klinger schweigt (taz köln, April 2005)

  • Das katholische Köln trauert. Tausende Gläubige pilgern zum Kölner Dom, um ihrem verstorbenen Papst Johannes Paul II. zu gedenken. Bis zur Beerdigung sollen im Bistum täglich eine Viertelstunde lang Kirchenglocken läuten (taz köln, April 2005)

  • Kirchenmann droht mit weltlichem Gericht. Erzbistum sieht Kardinal Joachim Meisner vom Kölner Ratsherrn Claus Ludwig beleidigt und will "rechtliche Schritte" prüfen. Ludwig denkt nicht an eine Rücknahme seiner Äußerungen und bezeichnet den Kirchenmann weiter als "Hassprediger" (taz köln, Januar 2005)

  • Erzbischof will's nicht so gemeint haben. Joachim Meisners Vergleich von Abtreibungen mit den Verbrechen Hitlers und Stalins sorgt auch in der Domstadt weiter für Aufregung. Alles nur ein Missverständnis, beteuert der Kardinal. Deswegen lässt er jetzt Hitler aus seinem Redetext streichen (taz köln, Januar 2005)

  • Der Gotteskrieger bleibt sich treu. Nach massiven Protesten entschuldigt sich der Kölner Erzbischof Joachim Meisner für seinen jüngsten Nazi-Vergleich. Doch die Liste der Verfehlungen des Kardinals ist lang (taz, Januar 2005)

  • Kardinale Predigt entsetzt. In seiner Dreikönigtags-Predigt vergleicht Kölns Erzbischof Meisner Abtreibung mit biblischem Kindermord und Holocaust. Zentralratspräsident fordert Distanzierung (taz, Januar 2005)

  • Grüß Gott, Kölle! Meisners Neujahrsrede (taz köln, Januar 2005)


2004

  • Papst Johannes Paul II. trifft Kreuzkröte. Beim Weltjugendtag 2005 kommt es in der Hangelarer Heide bei Sankt Augustin zum großen Showdown zwischen Papst und Schöpfung, wenn tausende junge Gläubige zur Abschlussveranstaltung in das Naturreservat strömen. Der BUND ist entsetzt (taz köln, Januar 2004)


2002

  • Des Unbotmäßigen Lähmung. Der Kölner Pfarrer Pick ist gefeuert. Zehn Jahre lang hat er für Kirchenasyl und gegen Konservatismus in der evangelischen Kirche gekämpft. Vorwurf der Kirchenleitung: Pick vernachlässige die Seelsorge. Anlass des Vorwurfs: Frauengeschichten (taz, Februar 2002)

Zurück zur Startseite