Thema: Schule & Hochschule


2013

  • Lektüre ohne zu lesen. Auch Bundestagspräsident Norbert Lammert soll abgeschrieben und falsch zitiert haben, hat ein Plagiatsjäger herausgefunden (taz, Juli 2013)

  • Die beste Quelle ist man selbst. Der nordrhein-westfälische Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann soll in seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben. Die Technische Universität Dortmund hat nun reagiert (taz, Juli 2013)

  • Uni zeigt Studentin an. Eine muslimische Studentin beschädigt ein Ausstellungs-Exponat – offenbar aus Hass auf Israel. Jetzt muss sie sich wegen Sachbeschädigung verantworten (taz, Juli 2013)

  • KOMMENTAR: Feige Universität. Die kleine Graphic-Novel-Ausstellung nicht wieder zeigen zu wollen, ist ein skandalöser Akt der Selbstzensur. Er bedient antimuslimische Reflexe (taz, Juli 2013)

  • Bildersturm in Essen. Attacke gegen Comics war antiisraelisch motiviert (Jüdische Allgemeine, Juli 2013)

  • Die zerschnittenen Blutspuren. Während einer Ausstellung über Graphic Novels hängt eine muslimische Studentin zwei Exponate ab – eins zerstört sie sogar. Ihr Motiv scheint antiisraelisch zu sein (taz, Juli 2013)

  • Der Adelstitel des Bürgertums. Als Distinktionsmerkmal signalisiert der Doktortitel die Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Elite (Jungle World, Februar 2013)

  • KOMMENTAR: Kleinkarierte Vorwürfe. Ihre Dissertation wäre der falsche Grund für Schavans Rücktritt (taz, Januar 2013)

  • Schavan geht in die Offensive. Nachdem die Uni Düsseldorf ein Plagiatsverfahren gegen sie eingeleitet hat, verteidigt sich die Bundesbildungsministerin - und fordert externe Fachgutachten an (taz, Januar 2013)


2012

  • Gericht unterstützt Uni Köln beim Geheimhalten. Hochschule muss Kooperationsvertrag mit Pharmariesen Bayer nicht offenlegen (taz, Dezember 2012)

  • Das Islam-Experiment. Als erstes Bundesland führt Nordrhein-Westfalen bekenntnisorientierten Islamunterricht ein. Noch gibt es weder Lehrplan noch qualifiziertes Personal, trotzdem spricht Schulministerin Löhrmann von einem "Signal" (taz, August 2012)

  • KOMMENTAR: Lieber gar kein Bekenntnis (taz, August 2012)

  • Eingeschränkt religionsfrei. Ein Gericht in der Eifel verdonnert zwei Kinder zu Religionsunterricht. Es schränkt dafür das Sorgerecht der Mutter ein und missachtet noch dazu den Willen der Kinder (taz, Juli 2012)


2011

  • "Wir stärken den Elternwillen." Die NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) verteidigt sich gegen Vorwürfe, sie habe die Ideale ihrer Partei verraten (taz, August 2011)

  • Zwölf Jahre "Schulfrieden" in Nordrhein-Westfalen. Die Sekundarschule soll die bestehenden Schulformen ergänzen, die Hauptschule darf abgeschafft werden. Lehrerverbände begrüßen das (taz, August 2011)

  • Gelb-roter Protest gegen Schulreform. Einstieg in die "Einheitsschule" oder Abschied von der "Schule für Alle": Mit entgegengesetzten Argumenten wettern FDP und Linkspartei gegen den "Schulkonsens" in NRW. Lehrerverbände jubilieren (taz, Juli 2011)

  • Rot-Grün kippt die Schule für Alle. Schulkonsens in Nordrhein-Westfalen: SPD, Grüne und CDU erfinden eine weitere Schulform. Gegliedertes System kommt in die Verfassung (taz, Juli 2011)

  • CDU gefährdet Schulfrieden in NRW. Im Streit über eine neue Schulreform für Nordrhein-Westfalen findet Rot-Grün keine Einigung mit der Union. Die CDU-Spitze bockt, weil die Linkspartei mit am Verhandlungstisch sitzen soll (taz, Juni 2011)

  • "Perspektivschule" muss in die Pause. Zwei kleine sauerländische Gemeinden bringen die Landesregierung in NRW in die Bredouille. Durch ihre Klagen gerät eine zentrale Reform von Rot-Grün ins Wanken: die Gemeinschaftsschule (taz, April 2011)

  • Realitätsnahe Schulpolitik. Die Landes-CDU will Gesamtschulen nicht weiter bekämpfen (taz, März 2011)

  • Studium wieder unentgeltlich. Nordrhein-Westfalen schafft die Studiengebühren ab, die bis zu 500 Euro pro Semester betragen. Damit löst die rot-grüne Minderheitsregierung eines ihrer wichtigsten Wahlversprechen ein (taz, Februar 2011)

  • NRW bald ohne Studiengebühren. Die Linkspartei will den rot-grünen Gesetzentwurf nicht weiter blockieren (taz, Februar 2011)

  • KOMMENTAR: Hohle Drohgebärden (taz, Februar 2011)


2010

  • Neue Schulform für den ländlichen Raum. In der Kleinstadt Ascheberg soll die erste Gemeinschaftsschule in Nordrhein-Westfalen entstehen. Haupt- und Realschule werden zusammengelegt und durch einen gymnasialen Zweig ergänzt (taz, August 2010)

  • Schulreformen in den Ländern. Wie geht es weiter in den Bundesländern nach dem Scheitern der Reform in Hamburg? In Deutschland machen die Parteien je nach Land unterschiedliche Politik (taz, Juli 2010)

  • Fast ein Fehlstart für rot-grüne Minderheitsregierung. SPD und Grüne kabbeln sich mit der Linken - ausgerechnet beim Thema Studiengebühren (taz, Juli 2010)

  • Kinder, Kommunen, Kohlendioxid. Der Koalitionsvertrag liest sich weithin so, als gehe es um die Rückabwicklung von Schwarz-Gelb - nur nicht ganz beim Klimaschutz (taz, Juli 2010)

  • "Jeder drückt sich rum." Bildung und Arbeit waren die großen Themen der WDR-Fernsehdebatte am Mittwochabend. Die Runde aller Spitzenkandidaten war deutlich lebhafter als das TV-Duell (taz, April 2010)


2009

  • NRW plant Spickmich-Behörde. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sommer findet ehrabschneidend, wie Schüler Lehrer auf spickmich.de bewerten. Deshalb führt sie ein eigenes Portal ein (taz, August 2009)

  • Fettiges Fastfood für die Bildung. Mehr als 73.000 Euro gab die Regierung aus, um Schulklassen bei Ausflügen ins Verteidigungsministerium ein McDonald's-Mittagessen zu spendieren. Sie könnten ja Salat wählen (taz, August 2009)

  • Ministerium droht Unis mit Rückerstattung. Uni Düsseldorf hortet Gebühren, statt sie für Studium und Lehre auszugeben (taz, Juli 2009)

  • Ein scheinbar ungleiches Paar. Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer und Autokünstler HA Schult leiten ein neues Institut der Universität Duisburg-Essen (NRZ, Juni 2009)

  • Quarantäne zuhause genügt. In der Japanischen Schule in Düsseldorf haben sich mindestens 45 Kinder mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert. Alle stehen unter häuslicher Quarantäne, nur zwei von ihnen sind schwerer erkrankt (taz, Juni 2009)

  • Feuer frei in Nordrhein-Westfalens Schulen. Die schwarz-gelbe Regierung mag Schießstände so kurz vor der Wahl nicht verbieten (taz, Juni 2009)

  • Notfallpläne für den Krisenfall (taz, März 2009)

  • Grundschüler beten wieder. Die Kinder im niederrheinischen Pesch dürfen ab Montag wieder täglich einen Vers des Theologen Dietrich Bonhoeffer aufsagen. Das konfessionslose Mädchen, das nicht mitbeten wollte, geht (taz, März 2009)

  • Aufregung ums Schulgebet. Eine konfessionslose Mutter sorgt in einem Dorf bei Korschenbroich für Streit: Sie hat dem allmorgendlichen Ritual in der Grundschulklasse ihrer Tochter ein Ende gemacht (NRZ, Februar 2009)

  • Countdown für neue Gesamtschule. Im Wettlauf gegen Zeit und Schulbehörden sammeln Bonner Eltern über 100 Anmeldungen für eine neue Gesamtschule. Die Nachfrage stimmt, doch es gibt es viele Haken: So soll ein Drittel der Kinder eine Empfehlung für das Gymnasium haben (taz, Januar 2009)

  • Witten/Herdecke teilverkirchlicht. Die Privatuni ist gerettet. Nordrhein-Westfalen zahlt wieder, die Studiengebühren müssen dafür steigen. Auch die Katholische Kirche beteiligt sich über eine Firma (taz, Januar 2009)


2008

  • Weihnachtsgeschenk für Uni Witten. Die totgesagte Privatuni bekommt neue Partner und der FDP-Minister Pinkwart will staatliches Geld geben - eventuell (taz, Dezember 2008)

  • Renommierte Privatuniversität befürchtet das Aus. Die Privatuni Witten-Herdecke versteht die Welt nicht mehr: Studenten wollen freiwillig mehr Gebühren zahlen, doch das Land NRW streicht ihnen die Förderung (taz, Dezember 2008)

  • Staat lässt private Hochschule fallen. Das Land Nordrhein-Westfalen streicht seine jährlichen Zuwendungen an die Universität Witten/Herdecke und verlangt zudem Geld zurück. Die Uni konnte kein stabiles Finanzkonzept vorlegen, so Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) (taz, Dezember 2008)

  • NRW-Städte gegen Hauptschule. Das starre Festhalten der CDU in Nordrhein-Westfalen am dreigliedrigen Schulsystem verschlinge das Geld, das für kleinere Klassen benötigt werde, erklärt der Städtetag. Die FDP hat er hinter sich (taz, Dezember 2008)

  • Erstmals wieder Verhaltensnoten in NRW. LehrerInnen in Nordrhein-Westfalen müssen ab sofort die Zuverlässigkeit ihrer SchülerInnen zensieren. Das sind 15 Millionen zusätzliche Noten und ein Haufen Ärger für die Landesregierung. Denn niemand will die Noten - außer der Schulministerin (taz, Januar 2008)


2007

  • Lehrer-TÜV zulässig. Gericht entscheidet: Schüler dürfen ihre Lehrer im Internet benoten - auch wenn die Pädagogen das nicht wollen (taz, November 2007)

  • Fiasko für die Kölner Polizei. Nach dem Amoklauf-Alarm in Köln und Selbstmord eines Schülers gerät die Polizei in Erklärungsnot. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zum Polizeivorgehen aufgenommen (taz, November 2007)

  • Die netten Außenseiter. Rolf B. und Robin B. hatten ihre Pläne für einen Amoklauf offenbar schon aufgegeben (taz, November 2007)

  • Die neue Uni-Elite. Die Hochschulelite der Bundesrepublik kommt aus dem Süden - und ein wenig aus dem Rest der Republik. Das ist das Ergebnis der zweiten Runde der Exzellenzinitiative, mit der die deutsche Spitzenforschung gefördert wird (taz, Oktober 2007)

  • Angst vor der Einheitsschule. Die SPD will sich auf ihrem Parteitag in Nordrhein-Westfalen für "Gemeinschaftsschulen" statt des dreigliedrigen Schulsystems aussprechen. Die Sozialdemokraten sind dort in der Opposition, liefern aber damit ein gefundenes Fressen für die CDU (taz, August 2007)

  • Gegen die Sonderschule. Elternverbände fordern Aufnahme behinderter Kinder in allgemeine Klassen. Bisher verstoße Deutschland gegen geltende UN-Konventionen (taz, Juni 2007)

  • Ein Fall akademischer Hygiene. Jahrzehntelang interessierte sich die Uni Münster nicht für die "rassehygienischen" Forschungen ihres Institutsleiters Karl Wilhelm Jötten. Jetzt ist die Aufregung groß über den braunen Professor, der seine Karriere nach der NS-Zeit bruchlos fortsetzte (taz nrw, Mai 2007)

  • Alles eine Frage der Interpretation. Deutsch-Zentralabitur sorgt weiter für Ärger: Literaturwissenschaftler kritisieren Bewertungsvorgabe des nordrhein-westfälischen Schulministeriums. Korrekte Interpretation eines Gedichts könnte zu Punktabzug führen (taz nrw, April 2007)

  • Ein gemeines Gedicht. Eine ausgetauschte Silbe in einem Barocksonett sorgt für Aufregung beim NRW-Zentralabitur: Das sei der "fachwissenschaftlich neuste Stand", behauptet ein Sprecher des Schulministeriums (taz nrw, April 2007)


2006

  • Schüler mucken auf. Die Schulreform der schwarz-gelben Landesregierung verärgert die Schüler. Die Demo gegen Kopfnoten und für Mitbestimmung kam auch zur dauerlächelnden Schulministerin Sommer (taz nrw, März 2006)

  • Sonderbericht vom Rande der Gesellschaft. Das deutsche Bildungswesen wird von den Vereinten Nationen durchleuchtet. Am Wochenende besuchte der UN-Sonderbeauftragte Vernor Muñoz Villalobos das Rheinland und ein "vorbildliches" Roma-Schulprojekt in Köln (taz nrw, Februar 2006)

  • Eine charmante Linksliberale. Nachruf auf Marieluise Christadler (taz nrw, Februar 2006)

  • Schüler geben schlechte Noten. Die nordrhein-westfälische LandesschülerInnenvertretung lehnt das von Schwarz-Gelb geplante neue Schulgesetz ab und will mit einer Kampagne die Drittelparität in der Schulkonferenz retten (taz nrw, Januar 2006)

  • Man spricht Deutsch. Auf einem Schulhof in Berlin dürfen die Schüler nur noch Deutsch sprechen - und die finden das in Ordnung so. Die Lehrergewerkschaft aber protestiert (taz, Januar 2006)


2002

  • "Bildung soll zur Ware werden." Christoph Butterwegge ist Professor und Leiter der Abteilung Politikwissenschaft an der Universität Köln. Er unterstützt die Proteste der Studenten (Jungle World, Juni 2002)


2000

  • Damit sie nicht verloren gehen. Sonderprogramm des Landes für Schulverweigerer (Aachener Nachrichten, September 2000)

  • Ein bisschen weniger Beamte. Mit NRW wollte das erste große Bundesland Lehrer nicht mehr als Beamte einstellen. So steht es im Koalitionsvertrag. Doch das Bildungsministerium will davon nichts wissen (taz, Juni 2000)

  • Lernen, dass es ohne Gebühren nicht geht. Die Christ- und die Sozialdemokraten stellten in Berlin und Bonn ihre bildungspolitischen Leitlinien vor. Weit entfernt sind sie nicht voneinander. Einig sind sie sich etwa über Studiengebühren - nur sagt das noch niemand (taz, Januar 2000)


1999

  • Der Börsen-Glotzer. Unternehmen Forschung: Der Rektor der Erfurter Universität will Hochschulen zu Aktiengesellschaften machen (Jungle World, Oktober 1999)


1998


1997

  • Bissige Kuscheltiere. Die studentischen Protestierer schwanken zwischen radikaler Attitüde und angepassten Lösungsvorschlägen (Jungle World, Dezember 1997)

  • Ab untern Weihnachtsbaum. Die Streik-Front an den Unis beginnt zu bröckeln. Enttäuschung ist dennoch fehl am Platz (Jungle World, Dezember 1997)

  • Streik nicht nur für Kohle. Im Ruhrgebiet wird sogar die verschlafene Essener Universität-Gesamthochschule bestreikt (Jungle World, Dezember 1997)

  • Kein Ende absehbar (Jungle World, Dezember 1997)

  • Glücklicher Streik. Die Studierenden freuen sich der Unterstützung aus Politik und Professorenschaft. Doch manchmal kann man auch mit den falschen Freunden das Richtige tun (Jungle World, November 1997)

  • Kampfschreiber im Ruhestand (Jungle World, September 1997)


1996


1991

  • „Paris - Madrid - Hannover". Die SchülerInnenbewegung 1987 und die Enquete-Kommission. Aus: In der deutschen Bildungsspirale. Kritisches und Alternatives zur Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Bildung 2000". Herausgegeben von Werner Rügemer im Auftrag des Arbeitskreises "Bildung 2002" und der Stiftung Buntstift e.V., Verlag Demokratie, Dialektik & Ästhetik, Köln 1991.


1990

  • Die Karten werden neu gemischt. Die „Neue Studentlnnenbewegung“ und die organisierte Hochschullinke (Blätter für deutsche und internationale Politik, Januar 1990)

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