Thema: Kapital & Arbeit


2013

  • Arme Fleischer. Kontrollen in der deutschen Fleischindustrie ergeben ein düsteres Bild: Unerträgliche Arbeitsbedingungen und miese Löhne gehören zum Alltag (taz, August 2013)

  • Karrierist ohne Skrupel. Gerhard Crommes Stern sinkt (taz, Juli 2013)

  • Das Corpus Delicti: ein Karton voll Essen. Das Aachener Landgericht stellt ein Verfahren gegen zwei junge Leute ein. Sie hatten Lebensmittel aus Supermarktcontainern mitgenommen (taz, Juni 2013)

  • Der Arbeitsagentur gefällt das. Schnüffeln Jobcenter in Facebook herum? Die Arbeitsagentur sagt, das passiert nicht, fragt aber den Datenschutzbeauftragten, ob's doch ginge (taz, Mai 2013)

  • Schluss mit Dumping. Die Tarifpartner im Friseurhandwerk haben sich auf einen Mindestlohn geeinigt. Der gilt vorerst nur für Gewerkschafter in Betrieben, die im Arbeitgeberverband sind - soll aber allgemein verbindlich werden (taz, April 2013)

  • KOMMENTAR: Ohrfeige für die IG Metall. Die Opelaner sollten ihre eigene Beerdigung bezahlen (taz März 2013)


2012

  • Safari auf Firmenkosten. Jürgen Claassen liebte es luxuriös und nahm auf seine Reisen gern ausgewählte Journalisten mit. Nun zieht der ThyssenKrupp-Vorstand Konsequenzen (taz, Dezember 2012)

  • KOMMENTAR: Stramme Rechtfertigung (taz, August 2012)

  • KOMMENTAR: Die Hehler des flüchtigen Geldes (taz, August 2012)

  • Der Neue soll härter sein. Die Lage bei Opel verschlechtert sich kontinuierlich. Der amerikanische Mutterkonzern fordert eine schnellere und tiefgreifendere Sanierung. Der passende Chef dafür wird jetzt gesucht (taz, Juli 2012)

  • Chaostage bei Opel. Nach dem überstürzten Abgang von Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke müssen die Beschäftigten mit dem Schlimmsten rechnen. Zweifel an Jobgarantie (taz, Juli 2012)

  • Großmann-Ausstieg bei RWE. In seiner Abschiedsrede auf der Hauptversammlung verteidigt der scheidende Konzernchef seinen Dino-Kurs. Der Gewinn des Stromversorgers sinkt um ein Drittel (taz, April 2012)

  • Immobilien-Korruptionsklüngel in NRW. Der Landtag in Nordrhein-Westfalen untersucht dubiose Grundstücksgeschäfte des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW (BLB). Auch die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt (taz, Januar 2012)


2011

  • Opferanwälte kritisieren Justiz in Bespitzelungsaffäre. Exminister werfen Ermittlern unzureichende Arbeit und Nachlässigkeit vor (taz, September 2011)

  • Kein Zweiklassenvögeln. Die Ergo-Versicherung versucht, ihr durch eine Sexparty ramponiertes Image aufzubessern - dabei deutet sich der nächste Skandal an (taz, August 2011)

  • Ver.di: Telekom unterdrückt Gewerkschaften in den USA. Arbeitnehmervertreter legen Beschwerde bei der OECD ein. Konzern weist Vorwürfe zurück (taz, Juli 2011)

  • Rot-Grün in NRW verliert Nimbus der Unbesiegbarkeit. Das Parlament stimmt den rot-grünen Plänen, die WestLB zu einer Sparkasse zu schrumpfen, erst im zweiten Anlauf zu. Die Minderheitsregierung steckt damit die erste Niederlage ein. Von Neuwahlen will sie aber nichts wissen. Sie seien "Quatsch" (taz, Juli 2011)

  • Schlappe für rot-grüne Bankenpläne. In NRW droht der Umbauplan der Regierung für die marode Landesbank zu scheitern (taz, Juli 2011)

  • NRW künftig ohne Landesbank. Die einst mächtigste Bank in öffentlichem Eigentum wird zerschlagen: in Zukunft Verbund für Sparkassen, Servicebank und Parkplatz für toxische Wertpapiere. Tausende Arbeitsplätze sind gefährdet (taz, Juni 2011)

  • Vorwurf: DHL zu Hause hui, im Ausland pfui. Protest gegen die Deutsche Post DHL: Während sie in Deutschland eng mit den Gewerkschaften zusammenarbeitet, würden in vielen Ländern unliebsame Mitarbeiter schikaniert (taz, Mai 2011)

  • Versammlung der Atom-Dinosaurier. Eon-Chef Teyssen schlägt zwar moderate Töne an, macht auf der Hauptversammlung des Konzerns aber klar, dass er kein einziges Atomkraftwerk aufgeben will. Kritiker werden ausgebuht (taz, Mai 2011)

  • Der Pro-Atom-Kurs-Mann. RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann kämpft für den Weiterbetrieb der deutschen Atommeiler. Dabei geht er sogar juristisch gegen das Moratorium vor (taz, April 2011)

  • Große WestLB wird klein. Die einst mächtigste Landesbank Deutschlands soll sich künftig nur noch um Sparkassen kümmern. Linke kritisieren Honorar für WestLB-Berater Friedrich Merz (taz, April 2011)

  • Weiter unbezahlte Praktika in rot-grünen Landesministerien. Im Wahlkampf forderte die SPD, Praktis fair zu entlohnen. In der eigenen Regierung sieht man das nicht so eng (taz, April 2011)

  • Die Meiler, die Massen, der Ausstieg. Der Protest gegen die Atomkraft geht quer durch alle Milieus. Und die Demonstranten sind zum Widerstand entschlossen (taz, März 2011)

  • Telekom verkauft US-Sparte. Der Bonner Konzern verkauft T-Mobile USA an den Konkurrenten AT&T. Mit dem Erlös will die Telekom ihre Schulden reduzieren und eigene Aktien zurückkaufen (taz, März 2011)

  • Das Ende des Patriarchats. Wer ist Isabella Neven DuMont, die ihren kleinen Bruder im Vorstand von M. DuMont Schauberg beerbt? (taz, Februar 2011)

  • Wer gehen will, kann gehen. Kurzarbeit und Sendungen aus der Konserve - der Sender NRW.TV steckt in einer tiefen Krise. Trotzdem beteuert der Geschäftsführer, den Sender "wird es weiter geben" (taz, Februar 2011)

  • Poker um die WestLB. Vier Bieter sind noch im Rennen um den Kauf der angeschlagenen nordrhein-westfälischen Landesbank. Die Linkspartei in NRW fordert eine Abkehr vom bisherigen Privatisierungskurs (taz, Januar 2011)

  • WestLB wackelt weiter. Fusionieren, verkaufen, zerschlagen? In dieser Woche suchen Eigentümer und Politiker nach einer Lösung für die marode nordrhein-westfälische Landesbank (taz, Januar 2011)


2010


2009

  • Fester Glaube an gute Gewinne. Auf der weltgrößten Ernährungsmesse Anuga zeigen so viele Firmen wie noch nie "Halal"-Essen, das islamischen Speiseregeln entspricht (taz, Oktober 2009)

  • Kantinenchef mit Knopfleiste. Vom Mittagessen bis zur Urlaubsausrüstung: Eine Messe in Köln zeigt, was man heute alles aus dem Automaten ziehen kann (NRZ, September 2009)

  • Briefe fallen ins Sommerloch. Montags keine Briefe: Um Kosten zu sparen, schränkt die Deutsche Post im Juli und August ihre Leistungen ein. Zudem sollen Löhne sinken und Arbeitszeiten steigen (taz, August 2009)

  • Senioren spüren Lehman-Pleite. Vor allem Ältere haben durch die Pleite von Lehman Brothers ihr Erspartes verloren - so zeigt eine Studie. Meistens gibt es aber eine Chance auf Entschädigung (taz, August 2009)

  • Katholikenbanken unterhöhlen Papstdoktrin. Pax-Bank muss sich für Investments in Waffen und Verhütungsmittel entschuldigen (taz, August 2009)

  • KOMMENTAR: Wunderkind unter Verdacht. Über die Ermittlungen gegen Thomas Middelhoff (taz, juni 2009)

  • Manager unter Verdacht. Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Arcandor-Chef Middelhoff. Er soll von hohen Mieten für Karstadt profitiert haben. Gehalt des Nachfolgers ist sicher (taz, Juni 2009)

  • Graue Eminenz der Insolvenz (taz, Juni 2009)

  • 1.100 Unternehmen wollen Staatshilfen. Die Bundesregierung hat den Wirtschaftsfonds Deutschland aufgelegt, um Kredite und Bürgschaften zu vergeben. Die Hilfen für Firmen sind an bestimmte Kriterien geknüpft - eigentlich (taz, Juni 2009)

  • DIHK zu umweltfeindlich und konservativ: Ich will hier raus. Chef einer Umweltenergie-Firma will per Klage aus dem Dachverband der Handelskammern (taz, Mai 2009)

  • Finanzaufsicht warnt vor verfrühter Hoffnung. Bafin-Chef Sanio hält den Umfang von kommenden Kreditausfällen für nicht absehbar (taz, Mai 2009)

  • 50-Jahres-Tief beim Stahl. Die Unternehmen der Stahlindustrie leiden unter der Flaute bei den Auto- und Maschinenbauern. Allein bei ThyssenKrupp geht es akut um bis zu 2.000 Arbeitsplätze (taz, Mai 2009)

  • Engagement: überdurchschnittlich. Das Rheinische Zentrum für Massenentsäuerung von Archiv- und Bibliotheksgut beschäftigt Behinderte - mit guten Erfahrungen (NRZ, Mai 2009)

  • Wechsel des Gasanbieters kann Geld sparen. Während die Kunden beim Telefonieren auf günstige Anbieter schauen, bleiben sie bei Energie ihren Lieferanten treu (taz, April 2009)

  • Das Ringen um die Jobcenter-Reform geht weiter. Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht die Bundestagsfraktionen in der Pflicht (taz, März 2009)

  • Groll auf Zumwinkel. Ehemaliger Postchef soll von Spitzeln in Redaktion gewusst haben und kassierte 20 Millionen Euro Pension (taz, März 2009)

  • Razzia wegen des Schnüffelskandals. Polizisten durchsuchen Räume von Ex-Telekom-Aufsichtsratschef Zumwinkel und Ex-Telekom-Vorstandschef Ricke. Sie wollen ihre Rolle im Spitzelskandal der Telekom klären. Aus Zumwinkels Burg in Italien nehmen die Ermittler zwei Computer mit (taz, März 2009)

  • Durchsuchung bei Zumwinkel. Wegen der Bespitzelungsaffäre bei der Telekom ist das italienische Anwesen des früheren Postchefs Klaus Zumwinkel durchsucht worden. Das erfuhr die NRZ aus Ermittlerkreisen (NRZ, März 2009)

  • Eon forciert Comeback der Atomkraft. Im vergangenen Jahr hat Deutschlands größter Energiekonzern fast 10 Milliarden Euro verdient. Eon spürt jedoch die Wirtschaftskrise und senkt seine Gewinnerwartung für 2010. Vor allem Kohle und Atomkraft sollen Eons Gewinne sichern (taz, März 2009)

  • Neue Agentur soll Alternativenergien fördern. Die Organisation Irena wurde am Montag in Bonn gegründet - ihr Auftrag: die Mitgliedstaaten beim Ausbau erneuerbarer Energien beraten. Davon könnten vor allem Entwicklungsländer profitieren. Umweltschützer freut's (taz, Januar 2009)

  • Statt Gefängnis Geld und Geständnis. Der Ex-Postchef Klaus Zumwinkel, der wegen Steuerbetrug angeklagt ist, muss angeblich nicht ins Gefängnis. Im Gegenzug soll er aussagen und eine hohe Strafe zahlen. So kam auch ein Immobilienhändler schon einmal um den Knast herum (taz, Januar 2009)


2008

  • Daimler will Autofahrer ab 2010 elektrisieren. Der Autobauer verspricht, mit dem Konzern Evonik Batterien für einen "bezahlbaren" Elektrowagen zu produzieren (taz, Dezember 2008)

  • Spitzelei zieht Kreise. Staatsanwaltschaft: Telekom verschaffte sich Daten von 60 Personen. Auch Familienangehörige betroffen (taz, November 2008)

  • Post plant Massenentlassungen in USA. In den USA fährt die Deutsche Post mit ihrer Tochter DHL riesige Verluste ein. Den meisten ihrer dort etwa 19.000 Mitarbeiter will sie kündigen, weitere 20.000 Stellen bei Konzernpartnern sind gefährdet. Auch Österreichs Post will Stellen streichen (taz, November 2008)

  • Gericht enttarnt Scheingewerkschaft. Laut Urteil ist die Postgewerkschaft GNBZ nicht tariffähig. Damit bestätigt es einen Verdacht der Gewerkschaft Ver.di: Die GNBZ sollte den Post-Mindestlohn aushebeln (taz, Oktober 2008)

  • Telekom: "Wir haben verstanden." Nach dem großen Datenklau bei dem Bonner Konzern: Chef René Obermann verspricht bessere Standards beim Datenschutz. Für einen Rücktritt sieht er indes keinen Anlass. Er sagt: "Das würde dem Unternehmen nicht nutzen" (taz, Oktober 2008)

  • KOMMENTAR: Versprechen und Ausflüchte. Kundendaten der Telekom sollen endlich sicher werden (taz, Oktober 2008)

  • Gas-Kunden bekommen Geld zurück. Die Prüfung des Bundeskartellamts zeigt Wirkung: Eon und Co wollen die Verbraucher jetzt um 55 Millionen Euro entlasten. Im Gegenzug hat das Kartellamt seine Ermittlungen eingestellt (taz, Oktober 2008)

  • Telekom lässt sich Kundendaten klauen. Wieder mal ein Skandal beim rosa Riesen: Unbekannte Täter stahlen schon 2006 Informationen über rund 17 Millionen Handynutzer von T-Mobile, darunter auch Geheimnummern von Promis. Immerhin: Sie bekommen kostenlos eine neue (taz, Oktober 2008)

  • 720 Arbeitsplätze bei Ford in Köln gefährdet. Der Autokonzern erwägt, die Stellen nach Rumänien zu verlagern. Dort hat das Unternehmen eine Motorenfabrik mit niedrigeren Löhnen (taz, Oktober 2008)

  • Bosse jubeln, Gewerkschaften zweifeln. Die Deutsche Post stimmt dem Einstieg der Deutschen Bank bei der Postbank zu: Rund 30 Prozent der Anteile werden für 2,8 Milliarden Euro verkauft. Marken und Filialen sollen getrennt bleiben. Gewerkschaften fürchten langfristig Stellenabbau (taz, September 2008)

  • Verspekuliert: WestLB muss jetzt abspecken. Angeschlagene Großbank legt der EU-Kommission Sanierungsplan vor. Kern: Personalabbau und neue Eigentümer (taz, August 2008)

  • KOMMENTAR: Wenn die Stadtverwaltung zockt. Nicht die Deutsche Bank - die Stadt Hagen handelte fahrlässig (taz, Juli 2008)

  • Stadt scheitert mit Klage gegen Bank. Hagen erhält wohl kein Geld von Deutscher Bank wegen Zinswettgeschäften (taz, Juli 2008)

  • Der Boss vom Gewerkschaftsboss (taz, Juli 2008)

  • Mehr Geld für Energienetze. Die garantierten Renditen der Energiekonzerne für die Strom- und Gasnetze steigen (taz, Juli 2008)

  • Bahn kämpft um jeden Zug. Die Deutsche Bahn will "mit allen juristischen Mitteln" gegen den Verlust zahlreicher Regionallinien in Nordrhein-Westfalen vorgehen. Ein Schlichtungsversuch hilft nicht (taz, Juni 2008)

  • Der Auftrag kam von ganz oben. Wer trägt die Verantwortung für den Telekom-Abhörskandal? Die Beteiligten mauern. Klar scheint nur: Exvorstandschef Kai Ricke soll die Suche nach undichten Stellen beauftragt haben. Über die Methoden will er aber nicht informiert gewesen sein (taz, Juni 2008)

  • Die Stasi-Telekom. Die Telekom-Affäre setzt den Konzern unter Druck. Neben Telefonverbindungen sollen Bankdaten von Journalisten und Aufsichtsräten ausgespäht worden sein. Der Konzern soll sich auch ehemaliger Stasi-Spione bedient haben (taz, Mai 2008)

  • KOMMENTAR: Spitzelei kommt nicht teuer. Die Telekom kann mit ihrem Abhörskandal bislang gut leben (taz, Mai 2008)

  • Illegale Auskunft. Der Abhörskandal bei der Telekom wird unheimlich. Medien berichten, bei ihnen seien Informanten des Telefonriesen eingeschleust worden. Schon unter Ron Sommer sollen Mitarbeiter beobachtet worden sein. Behörden durchsuchen Zentrale (taz, Mai 2008)

  • Abhörunternehmen belastet Ex-Telekom-Spitze. Das ehemalige Topmanagement bestreitet die Beteiligung an dem Bespitzelungsskandal. Journalist erwägt Klage (taz, Mai 2008)

  • Telekom klärt auf. Im Zuge der Bespitzelungsvorwürfe bei der Telekom fordern Datenschützer höhere Strafen bei Verstößen (taz, Mai 2008)

  • Auf Hungerlohn-Kreuzfahrt geschickt. 850 Euro für 70 Wochenstunden: Die Bundesagentur für Arbeit soll Arbeitslose dazu genötigt haben, rumänische Arbeitsverträge zu unterschreiben. Einer der Betroffenen hat jetzt Anzeige erstattet, die Staatsanwaltschaft ermittelt (taz, April 2008)

  • NRW lässt Ultimatum an Nokia verstreichen. Eigentlich sollte der finnische Handyhersteller bis Ende März Subventionen in Millionenhöhe an Nordrhein-Westfalen zurückzahlen. Doch der Konzern weigert sich weiterhin - und noch macht das Land seine Klagedrohung auch nicht wahr (taz, April 2008)

  • Drahtesel kosten künftig mehr. Branchenverband zieht Bilanz: Der Import von Fahrrädern in die Bundesrepublik boomt. Die deutsche Produktion sinkt - und alles wird teurer. Die Konsumenten werden im Durchschnitt 10 Prozent mehr bezahlen müssen (taz, April 2008)

  • Telekom will noch weiter schrumpfen. Gewerkschaft Ver.di befürchtet, dass der Konzern bis zu 10.000 weitere Stellen streicht, ohne Alternativen für die Beschäftigten zu entwickeln. Dabei hat das Bonner Unternehmen derzeit eigentlich schon genug Probleme (taz, März 2008)

  • Durchwachsener Start für neuen Postchef. Auf Zumwinkel-Nachfolger Frank Appel wartet bei der Deutschen Post viel Arbeit. Gleich zu Beginn muss er einen Gewinneinbruch verkünden: Abschreibungen im US-Geschäft stören die Bilanz. Zudem steht eine harte Tarifrunde an (taz, März 2008)

  • Henkel wischt 3.000 Arbeitsplätze weg. Jobabbau trotz Gewinn II: Der Waschmittelkonzern streicht Stellen bei einem Plus von knapp 1 Milliarde Euro (taz, Februar 2008)

  • Ein Fehler zu viel. Klaus Zumwinkel tritt als Vorstandsvorsitzender der Post AG zurück. Angela Merkel und Kurt Beck begrüßen dies (taz, Februar 2008)

  • Bochums schärfste Waffe. Die Staatsanwältin Margit Lichtinghagen (taz, Februar 2008)

  • Fahnder rücken im Morgengrauen an. Nach fünfeinhalb Stunden ist der Einsatz in der Zumwinkel-Villa beendet. Nachbar Harald Schmidt kommt im Jaguar vorbei (NRZ, Februar 2008)

  • Der Postmann muss zur Polizei. Der Chef der Post, Klaus Zumwinkel, soll eine Million Euro Steuern hinterzogen haben. Ermittler durchsuchen sein Haus, er will weitermachen (taz, Februar 2008)

  • Die Jobstreicher. Die drittgrößte Landesbank Deutschlands, die WestLB, hat durch Spekulationen und Immobilienkrise Milliardenrisiken aufgehäuft. Das Land und die Sparkassen legen nun einen Sanierungsplan vor: Abbau von 1.500 Jobs und staatliche "Risikoabschirmung" (taz, Februar 2008)

  • NRW will Subventionen zurück. Der abwanderungswillige Handyhersteller Nokia soll wegen nicht eingehaltener Arbeitsplatzzusagen Millionen zurückzahlen. Konzern reagiert erstaunt (taz, Februar 2008)

  • Ermittlungsverfahren gegen Nokia. Der finnische Mobilfunkhersteller hat in Bochum jahrelang deutlich weniger Personal beschäftigt als vereinbart (taz, Februar 2008)

  • Betriebsräte streiten über Nokia. Arbeitnehmervertreter uneins über Proteste. Standort Bochum mit Rekordgewinn (taz, Januar 2008)

  • PIN Group zahlt nun doch Mindestlohn. Fortbestand des Post-Konkurrenten ist nicht gesichert: Weitere Tochterfirmen melden noch diese Woche Insolvenz an (taz, Januar 2008)

  • Bochums Räder stehen still. Autobauer haben die Arbeit niedergelegt, SchülerInnen sind nicht zur Schule gegangen. Ihr Ziel: der Erhalt des Nokiawerkes (taz, Januar 2008)

  • Keine Geld-zurück-Garantie bei Nokia. Nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Thoben dämpft Hoffnungen: Nokia kann wohl Subventionen behalten (taz, Januar 2008)

  • IG Metall will Nokia gerichtlich stoppen. Gewerkschaft will dem finnischen Konzern untersagen lassen, Aufträge von Bochum nach Rumänien zu verlagern. Zur Demo in Bochum erwartet Gewerkschaft über 20.000 Teilnehmer. EU-Kommissar Verheugen stellt Subventionen infrage (taz, Januar 2008)

  • NRW fordert 41 Millionen Euro von Nokia. Wut über Schließung des Bochumer Nokia-Werks: Landesregierung will Geld zurück. SPD-Fraktionschef Peter Struck und CSU-Minister Horst Seehofer wollen Nokia boykottieren. Und die IG Metall droht: "Bochum wird stillstehen." Nokia bleibt aber hart (taz, Januar 2008)

  • Connecting People. In Bochum könnte der Werbespruch von Nokia zur Parole eines betriebsübergreifenden Arbeitskampfs werden (taz, Januar 2008)

  • Nokia streicht in Bochum 2.300 Jobs. Der Handyhersteller will das Werk dichtmachen. Das Geschäft läuft aber gut. IG Metall: "Bodenlose Sauerei." (taz, Januar 2008)


2007

  • Lauter Spaß statt ruhiger Wälder. Der Trend zum Kurzurlaub spült den Freizeitparks Geld in die Kassen und verärgert die Umweltschützer. Um Platz für neue spektakuläre Fahrgeschäfte zu schaffen, will sich das Phantasialand in Brühl vergrößern - in den Naturpark Rheinland hinein (taz, Dezember 2007)

  • Guter Kumpel und schlauer Sanierer. Horst Piepenburg ist neuer Vorstandschef der angeschlagenen Pin-Gruppe. Der Insolvenzrechtler gilt als erfahrener Sanierer, sein größter Fall war der Anlagenbauer Babcock Borsig (taz, Dezember 2007)

  • Zulauf für Lokführer-Gewerkschaft. Mitglieder wechseln von der großen Transnet zur kleinen GDL. Tarifmonopol steht auf dem Spiel. Gräben tun sich auf (NRZ, Oktober 2007)

  • Diffuses Bild von Bioprodukten. Bio? Ist super. Aber was ist es genau? Verbraucher verstehen darunter auch: gesund, tiergerecht und energiesparend - so eine neue Studie (taz, Oktober 2007)

  • "Das sind keine dummen Leute." Die Linkspartei hat in NRW ihren Landesverband gegründet. Getragen wird die neue Partei von Exsozialdemokraten. Dass die neue Partei politik- und koalitionsfähig wird, hofft der DGB-Chef in Nordrhein-Westfalen, Guntram Schneider (taz, Oktober 2007)

  • Der unveränderliche Linke. Ex-Grüner Rüdiger Sagel hat eine neue politische Heimat gefunden (taz, Oktober 2007)

  • "Die Telekom handelt verantwortungslos." Ver.di-Vorstand Lothar Schröder fordert die Regierung auf, gegen den Abbau von 35.000 Jobs einzuschreiten (taz, Oktober 2007)

  • Streit über die Post-Mindestlöhne. Neue Postdienstanbieter wehren sich gegen den zuletzt vereinbarten Tarifvertrag. Der Arbeitgeberverband Postdienste vertrete nur die Interessen der Deutschen Post AG (taz, September 2007)

  • Telekom droht noch mehr Streik. Die Gewerkschaft Ver.di denkt über härteren Arbeitskampf nach. Hinter dieser Kulisse zeichnet sich aber eine mögliche Einigung in den kommenden Tagen ab (taz, Juni 2007)

  • Firmen umgehen Deponierverbote. Entsorgungswirtschaft warnt: Abfälle landen unbehandelt in ehemaligen Tagebauen (taz, Juni 2007)

  • BenQ-Personal soll für Pleite zahlen. Der Insolvenzverwalter des bankrotten Handyherstellers BenQ fordert von ehemaligen Mitarbeitern Geld zurück. Sie sollen bis zu einem vollen Jahresgehalt erstatten. Sonderzahlungen seien unrechtmäßig erfolgt. Insgesamt 1,2 Milliarden Euro Schulden (taz, März 2007)

  • Die Telekom holt den Knüppel. Ungeachtet des zweiwöchigen Streiks droht der Konzern, Mitarbeiter in bestehende Tochtergesellschaften zu überführen. Diese zahlen geringere Löhne. Zustimmung der Gewerkschaft oder der Betroffenen ist dazu nicht erforderlich. Ver.di: "Provokation" (taz, März 2007)

  • Härtere Bandagen im Streik bei der Telekom. Die Gewerkschaft Ver.di weitet den Arbeitsausstand aus. Die Geschäftsführung sucht Streikbrecher. Es geht um 50.000 Jobs (taz, Mai 2007)

  • Telekom stimmt ab. Ab Montag entscheiden die Beschäftigten, ob sie gegen die Auslagerung von 50.000 Jobs streiken (taz, Mai 2007)

  • Die Leviten gelesen. Bundesweit Warnstreiks. Pfiffe und Buhrufe unterbrechen die Rede von Vorstandschef René Obermann auf der Hauptversammlung der Telekom in Köln. Sein Plan, 50.000 Mitarbeiter in billige Service-Gesellschaften auszulagern, macht die Angestellten wütend (taz, Mai 2007)

  • Grüner Punkt befürchtet Kollaps. Trittbrettfahrer bedrohen die haushaltsnahe Sammlung von Verpackungsabfällen (taz, Mai 2007)

  • Bayer setzt auf Pestizide und Giftmüll. Unmut von Umweltschützern auf der Hauptversammlung stört glänzende Bayer-Bilanz (taz, April 2007)

  • Rüttgers am Nebelbuffet. Die Tradition stammt noch aus den guten sozialdemokratischen Zeiten: Im Vorfeld des Tages der Arbeit lädt die nordrhein-westfälische Landesregierung zum Arbeitnehmerempfang. So traf Ministerpräsident Jürgen Rüttgers am Dienstag Abend in Köln mehrere hundert Gewerkschafter - einige protestierend draußen, die anderen applaudierend im Saal (taz nrw, April 2007)

  • Ver.di fordert Mitsprache bei Edeka. Gewerkschaft will Mitbestimmung beim Lebensmittelkonzern vor Gericht durchsetzen (taz, April 2007)

  • Angst vor "Brutalo-Konditionen". Zehntausende Arbeitnehmer blicken unsicher in die Zukunft: Ungewissheit über den geplanten Personalabbau bei Opel in Bochum, verhärtete Fronten um Auslagerungspläne bei der Telekom (taz nrw, April 2007)

  • Der Gewerkschaftspfleger. Als Heinrich von Pierer Vorstandsvorsitzender von Siemens war, sollen Hunderte von Millionen an Schmiergeld geflossen sein. Pierer will davon nichts gewusst haben (Jungle World, April 2007)

  • Musical-Missklänge. Musik vom Band: Mittels neuer Song-Arrangements und betriebsbedingter Kündigungen halbiert der Bochumer Dauerbrenner "Starlight Express" seine Orchesterbelegschaft (taz nrw, April 2007)

  • Die Abhängigen. Seit ihrer Gründung 1974 expandierte die AUB stetig. Längst wirkt sie nicht mehr nur bei Siemens. Jetzt droht die Geldquelle zu versiegen (Jungle World, April 2007)

  • Immer an der Seite der Arbeitgeber. Die AUB setzt sich von den klassischen Gewerkschaften ab und sucht die Harmonie mit den Unternehmern (taz, März 2006)

  • Widerstand gegen Telekom-Umbau wächst. Betriebsräte verabschieden Resolution gegen Sparpläne, Gewerkschaft will selbst Streik nicht ausschließen (taz, März 2007)

  • Der Riese schrumpft. Der ehemalige Staatsbetrieb lahmt. Deshalb will er bis zu 50.000 Beschäftigte in eine neue Tochtergesellschaft ausgliedern: zu niedrigeren Löhnen und längeren Arbeitszeiten als bisher. Die Arbeitnehmer sind wütend, haben aber wenig Chancen, den Plan zu kippen (taz, März 2007)

  • "Es geht darum, Arbeitskosten zu senken." Die Gewerkschaften werden die Ausgliederung schlucken müssen, vermutet Arbeitsrechtsanwalt Axel Görg (taz, März 2007)

  • "Wir brauchen eine sensible Regelung." Die lebendigen Stadtkerne müssen geschützt werden, sagt Kölns Wirtschaftsdezernent Norbert Walter-Borjans (taz nrw, Februar 2007)

  • Mit Farbe gegen Ein-Euro-Jobs. Die Wuppertaler Beschäftigungsgesellschaft GESA und ihr Geschäftsführer bekamen ungebetenen Besuch von militanten Protestierern. Jetzt ermittelt der Staatsschutz (taz nrw, Januar 2007)

  • Prima Klima bei VW. Die Personalpolitik von Peter Hartz galt zu Recht als originell. Nur kommen die pikantesten Details in seinem Prozess nicht zur Sprache (Jungle World, Januar 2007)

  • Kuchen und Kontakte. Der gestern verstorbene Rudolf August Oetker baute seine Bielefelder Backstube zum Nahrungsmittelimperium aus (taz nrw, Januar 2007)

  • "Grüner Punkt" zieht vor Gericht. Duales System Deutschland wehrt sich gegen Gerüchte, dass der Vorstand beim Verkauf an Finanzinvestor KKR "persönliche Profitinteressen" verfolgt hat. Mit novellierter Verpackungsverordnung soll massiver Missbrauch gestoppt werden (taz, Januar 2007)


2006

  • B-Klasse-Freispruch. Das spektakulärste deutsche Wirtschaftsverfahren soll gegen hohe Geldauflagen beendet werden. Darauf haben sich Verteidigung und Staatsanwaltschaft in Düsseldorf geeinigt. Allein Deutsche-Bank-Chef Ackermann muss dafür 3,2 Millionen Euro zahlen (taz, November 2006)

  • Ein Ausstand ohne Aufstand. An den Warnstreiks bei der Bahn beteiligten sich 1.700 Mitarbeiter. Pendler erfuhren dies aber nur am Rande (taz, September 2006)

  • Expansion mit Abfindung. Das Verlagshaus M. DuMont Schauberg will wieder in seine gut gefüllte Kriegskasse greifen: Der nächste Coup steht offenbar kurz bevor. Ebenso wie ein Stellenabbau am Kölner Stammsitz (taz nrw, September 2006)

  • Allianz-Mitarbeiter protestieren in Köln. Allein in der Domstadt verlieren bis zu 1.800 Menschen ihren Job, bundesweit sind 7.500 Stellen bedroht. Dabei galten die Arbeitsplätze bei "Mutter Allianz" jahrzehntelang als absolut sicher. Bürgermeisterin solidarisiert sich mit den Angestellten (taz, Juni 2006)

  • Keine Allianz fürs Leben. Deutschlands größter Versicherer will Nordrhein-Westfalen aufgeben. Rund 1.800 Arbeitsplätze in Köln, Aachen und Dortmund sind bedroht. Landesregierung will Gespräche führen (taz nrw, Juni 2006)

  • FRISCHER WIND IM DGB-VORSTAND: Eine mit Überzeugungen. Annelie Buntenbach, ehemalige Grünen-Politikerin, ließ sich in ihren friedenspolitischen Grundsätzen nicht beirren (Freitag, Mai 2006)

  • Proteste ziehen auf. Im öffentlichen Dienst stehen die Zeichen in NRW auf Streik. Der Kommunale Arbeitgeberverband will die 40-Stunden-Woche. Bei Ver.di laufen bereits die Vorbereitungen für den Arbeitskampf (taz nrw, Februar 2006)

  • KOMMENTAR: Die 18-Minuten-Terrine (taz nrw, Februar 2006)

  • KOMMENTAR: Die Verlockungen der Grauzone. Eon: Der Gesetzgeber muss festlegen, wo Korruption anfängt (taz, Januar 2006)

  • Teures Gas und vergnügliche Reisen. Kölner Staatsanwälte ermitteln gegen Kommunalpolitiker, weil sie sich von ihren Gaslieferanten Eon oder Thyssengas zu Reisen einladen ließen. Die regionalen Versorger sollten möglichst auch Journalisten mitnehmen, damit die positiv berichten (taz, Januar 2006)

  • KOMMENTAR: Eine kleine Kulturrevolution. Eine Grüne könnte zur DGB-Modernisierung beitragen (taz, Januar 2006)

  • Grüne folgt Roter. Annelie Buntenbach soll Ursula Engelen-Kefer als DGB-Vizechefin beerben. Entscheidung kommende Woche (taz, Januar 2006)

  • Linke begrünt DGB. Die frühere grüne Bundestagsabgeordnete Annelie Buntenbach könnte in die Gewerkschaftsspitze aufrücken (taz nrw, Januar 2006)


2005

  • "Eine machtversessene Verantwortungslosigkeit." Der linke Gewerkschaftskritiker Peter Grottian nennt die Einigung im öffentlichen Dienst einen Skandal. Denn sie schafft keine Arbeitsplätze (taz, Februar 2005)

  • HBB-Fahrer wieder am Steuer. Nach mehr als einem Jahr endet der Streik der Leverkusener Busfahrer mit einem Kompromiss. Gewerkschaft und Unternehmen einigen sich auf einen Haustarifvertrag (taz köln, Februar 2005)

  • IHK: Gute Konjunktur, keine Arbeitsplätze. Der Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer belegt: Die Unternehmen der Region Köln schätzen ihre Aussichten so gut ein wie seit zwei Jahren nicht mehr. Trotzdem will ein Drittel der Firmen demnächst Stellen abbauen (taz köln, Februar 2005)


2004

  • Schwarze Zukunft. Institut RWI lehnt Neubau einer Zeche bei Hamm ab. Hohe Kohlepreise seien nicht von Dauer. Rot-Grün denkt nach (taz, September 2004)

  • Die uneinsichtigen Sechs. Das Gericht übte zwar heftige Kritik an den Angeklagten, zur Verurteilung reichte es aber nicht. Richterin wehrte sich gegen "Stammtischexperten" (taz, Juli 2004)

  • KOMMENTAR: Mannesmann-Freispruch: Gier ist nicht strafbar (taz, Juli 2004)

  • Vodafone-Milliardencoup empört Politik. Telefonkonzern will Spekulationsverluste auf Allgemeinheit abwälzen. Finanzbehörden droht 25-Milliarden-Verlust (taz, Juni 2004)

  • Zeche Walsum macht Ende 2008 dicht. Nach der rot-grünen Einigung zum Abbau der Kohlesubventionen soll das Duisburger Bergwerk früher geschlossen werden als bisher geplant. Jahrelange Proteste gegen Umweltschäden zeigen Wirkung. Gewerkschaft: "Verbohrte Haltung der Grünen" (taz, Mai 2004)

  • KOMMENTAR: Dinosaurier bedroht Rheinanwohner. Ruhrkohle: Gewerkschaft kann den Abwehrkampf nicht gewinnen (taz, Mai 2004)

  • Rosige Farben statt Schwarzmalerei. Das Dosenpfand ist offenbar doch nicht das Ende der deutschen Wirtschaft: Verpackungsverwerter Duales System Deutschland stellt Sammelbilanz 2003 vor. Die Sammelmenge sank zwar, die Einnahmeausfälle konnten aber kompensiert werden (taz, Mai 2004)

  • Große Feier nach der Krise. Vor 100 Jahren wurde der Kölner Versicherungskonzern Gerling gegründet. Der stand vor kurzem knapp vor der Pleite. Davon redet heute keiner mehr - auch nicht von Robert Gerling junior (taz köln, Mai 2004)

  • "Sorglos gegenüber Risiken aller Art." Weltweit finanziert die WestLB Projekte im Bergbau, Ölpipelines und Staudämme. Laut einer aktuellen Studie fördert sie so Umweltzerstörung, die Verletzung von Menschenrechten sowie Korruption - und sie verspielt damit öffentliches Kapital (taz, April 2004)

  • Geld siegt immer. Mannesmann-Prozess droht das Aus. Gericht sieht keine Belege für Untreue der Angeklagten. Millionenprämien unzulässig, aber nicht strafbar. Staatsanwaltschaft hält jedoch an Anklage fest (taz, April 2004)

  • Mannesmänner kräftig entlastet. Vorläufiges Resümee im Prozess gegen Ackermann & Co: Untreue der Angeklagten ist derzeit nicht nachweisbar, meint die Richterin. Rolle der Gewerkschafter zwielichtig. Am Wochenende werden sie aber gegen "Kasino-Kapitalismus" demonstrieren (taz, April 2004)

  • "Bewerber oft grottenschlecht." Kölner Betriebe bilden zu wenig aus, trotzdem will die Kölner Industrie- und Handelskammer (IHK) keine Ausbildungsplatzabgabe. DGB appelliert an IHK, ihre ordoliberale Ideologie wegzupacken (taz köln, März 2004)

  • KOMMENTAR: Persönliches Zureden hilft nichts (taz köln, März 2004)

  • Kein Pardon für Ackermann & Co. Richterin stellt klar: Es wird nach derzeitigem Stand kein vorzeitiges Ende im Mannesmann-Prozess geben. Neuer Vorwurf gegen Ex-Konzernchef Esser (taz, März 2004)

  • Das Gericht übernimmt. Stellen Sie sich vor, Sie werden arbeitslos und kassieren 30 Millionen Euro. Feindliche Übernahmen machen es möglich. Eine wird nun im Mannesmann-Prozess behandelt (Jungle World, Februar 2004)

  • Millionenschwer und ungerührt . Deutsche-Bank-Chef Ackermann verteidigt Millionenprämien für Mannesmann-Manager. SPD: "unglaubliche Arroganz". Scharfe Kritik von katholischem Sozialethiker Hengsbach (taz, Januar 2004)

  • Die Bosse beteuern ihre Unschuld. Tag 2 im Mannesmann-Prozess: Gewerkschaftsmann Zwickel verteidigt sich gegen Vorwürfe der Anklage: "Ich war nie käuflich." Bankchef Ackermann spricht von "vernünftiger unternehmerischer Entscheidung". Und Ex-Chef Esser ist "beleidigt" (taz, Januar 2004)

  • Justitia gegen geballte Managergewalt. Richterin Brigitte Koppenhöfer hat es im Mannesmann-Prozess nicht einfach. Topverteidiger suchen ihre Schwächen (taz, Januar 2004)

  • Wirtschafts-Eliten lächeln vor Gericht. Seit gestern müssen sich der Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann und fünf weitere Angeklagte im bisher spektakulärsten deutschen Wirtschaftsprozess verantworten. Sie sollen bei der Übernahme von Mannesmann Millionen veruntreut haben taz, Januar 2004)


2003

  • Bye-bye, Saunders. Nach Milliardenverlusten durch Boxclever-Deal entledigt sich die WestLB nun doch ihrer schillerndsten Bankerin (taz, Dezember 2003)

  • Der Stahlkoloss ThyssenKrupp ächzt gewaltig. Der Düsseldorfer Konzern kauft sich für viel Geld aus einem Geschäft mit Iran heraus - den Amerikanern zuliebe (taz, August 2003)

  • RWE im Clinch mit den Gemeinden. Weil sich die Kommunen wehren, stocken die Pläne des neuen RWE-Chefs, Harry Roels, den Stromriesen umzubauen. Seine Bilanz ist überhaupt ambivalent: Noch 22 Milliarden Euro Schulden, mehr als 1.000 Jobs weg. Jetzt fürchtet er das Dosenpfand (taz, August 2003)

  • Die USA setzen RWE unter Druck. Weil der Essener Stromriese Öl- und Gasvorkommen in Libyen erschließen will, droht ihm ein Konflikt mit den USA. Für seine Amerika-Geschäfte sind das keine guten Aussichten. Dabei machen auch US-Firmen Geld im "Schurkenstaat" - über Umwege (taz, August 2003)

  • Gewählte Worte für Desaster. Verlustreiche Auslandsgeschäfte bescheren der WestLB auch in diesem Jahr rote Zahlen (taz, August 2003)

  • Falscher Brennstoff am falschen Ort. Der Streit um ein hocheffizientes Gaskraftwerk bei Köln hat nun auch die Bundesregierung erreicht: Wirtschaftsminister und Kohlelobbyist Wolfgang Clement (SPD) spielt offenbar auf Zeit, um den Bau für den Betreiber unrentabel zu machen (taz, August 2003)

  • Neue Bilanzrisiken bei der WestLB aufgetaucht. Wertberichtigungen ohne Ende: Auch für Risiken bei US-Flugzeug-Leasingfirma traf die Bank keine Vorsorge (taz, Juli 2003)

  • WestLB-Chef stolpert über Milliardenverlust. Nach riskanten Geschäften und einer Sonderprüfung der Finanzaufsicht muss Vorstandschef Jürgen Sengera gehen (taz, Juni 2003)


2002

  • Steinkohle zurück unter Tage. Nach Grünen und FDP geht nun auch die CDU auf Distanz zu weiteren Subventionen des Steinkohleabbaus nach 2010. Auch Steinbrück hält sich alle Optionen offen (taz köln, Dezember 2002)

  • Sommers Abschied. Nach stundenlangem Gezerre beendet der Telekom-Chef alle Spekulationen: Ron Sommer tritt von seinem Amt zurück (taz, Juli 2002)

  • Hallo Partner, danke schön. Für ein paar Zugeständnisse wollen die Gewerkschaften im Wahlkampf auf Kritik an der rot-grünen Bundesregierung verzichten (Jungle World, April 2002)


2001

  • Gewerkschafter in Erklärungsnot. Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem gegen IG-Metall-Chef Klaus Zwickel. Als Aufsichtsrat von Mannesmann war er daran beteiligt, dem Vorstand möglicherweise illegale Millionen-Prämien gezahlt zu haben. Heute Hauptversammlung (taz, August 2001)

  • Sparkassen, Ade. Die öffentlichen Banken in Deutschland bereiten sich auf ihre Privatisierung vor, nachdem die Abschaffung der staatlichen Garantien beschlossen ist (taz, Juli 2001)

  • Revolutionäre Zellen aus Köln-Porz? In Köln steht die erste Fabrik der Welt, in der alkalische Brennstoffzellen industriell gefertigt werden. Kein Wunder: Die Technik wird von der NRW-Landesregierung offensiv gefördert. Nicholas M. Abson, Chef der Brennstoffzellenfirma ZeTek Power, will Weltmarktführer werden. Und in zwei Jahren schwarze Zahlen schreiben. BUND-Sprecher Klaus Traube dämpft den Optimismus: "Da wird viel geklappert." (taz köln, März 2001)

  • Brennstoffzellen in Köln. Die weltgrößte Brennstoffzellenfabrik wurde gestern in Köln eröffnet. Trotz rosiger Prognosen wird sich der Verlust der Firma ZeTek in diesem Jahr verdreifachen (taz, März 2001)


2000

  • Der Standort-Schwabe. Zum neuen Jahr übernimmt der Maschinenbau-Manager Michael Rogowski den Posten an der Spitze des BDI (Jungle World, Dezember 2000)

  • Holtzbrinck will nicht ins Erotik-Geschäft. Der Düsseldorfer Verlagsriese wähnt sich mit dem "Handelsblatt" im ewigen Aufwind und präsentiert seine Wirtschaftszeitung als glasklaren Sieger im Wettbewerb mit dem Neuling "Financial Times Deutschland" (taz, April 2000)


1999

  • Jeder rettet, was er retten kann. Das Baumaterial bleibt erst mal da: Auf Holzmann-Baustellen wie dem Kölner Wallraf-Richartz-Museum herrscht grimmiges Schweigen (taz, November 1999)

  • Pfiffe aus der zweiten Reihe. In Köln mobilisierte ein breites Spektrum gegen den Weltwirtschaftsgipfel (Jungle World, Juni 1999)

  • "Viel zu wenig für einen Neuanfang". Teilnehmer des 'Alternativen Weltwirtschaftsgipfels' kritisieren die Schuldenerlaß-Beschlüsse der G7-Staaten und auch die 'Erlaßjahr 2000-Kampagne' (taz ruhr, Juni 1999)

  • Schluß mit lustig. Indische Bäuerinnen und Bauern demonstrierten in Köln gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen (taz ruhr, Juni 1999)


1998

  • Grünes Licht für rote Zahlen. Expo-Chefin Breuel bekommt die Lizenz zum Schuldenmachen (Jungle World, November 1998)

  • Nicht für ein Butterbrot. Ein Portrait der Expo 2000- und Ex-Treuhandchefin Birgit Breuel (Jungle World, September 1998)

  • Expo light. Finanzdesaster in Hannover (Jungle World, September 1998)

  • Eine saubere Gewerkschaft. Die Kölner Bahnreiniger streikten sieben Wochen lang für höhere Löhne (Jungle World, Juli 1998)

  • Nubbel der Nation. Faul, versoffen, ausgelassen - billig, willig, niemals krank. Auf der Suche nach der Arbeitslosenbewegung (Jungle World, Februar 1998)

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